CHUCK an Gitarrenverstärker, Endstufe oder PA anschließen

CHUCK rear panel: OUT 1, OUT 2, SPEAKER, MIDI, USB
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Kurz erklärt: CHUCK lässt sich in unterschiedliche Setups integrieren. Entscheidend ist, den passenden Ausgang zu verwenden:

  • Passive Gitarren- oder PA-Box: SPEAKER
  • PA oder Mischpult: OUT 1 oder OUT 2
  • Aktive FRFR-Box: OUT 1 oder OUT 2
  • Audio-Interface: OUT 1, OUT 2 oder USB
  • Gitarrenverstärker-Eingang: OUT 1 oder OUT 2
  • FX Return oder Power Amp In: OUT 1 oder OUT 2
  • Externe Endstufe: OUT 1 oder OUT 2

Der verstärkte SPEAKER-Ausgang gehört grundsätzlich an eine passive Lautsprecherbox. Für Geräte mit einem normalen Audioeingang werden OUT 1 oder OUT 2 verwendet.

Direkt an eine passive Gitarrenbox

Verbinde den SPEAKER-Ausgang mit einer passiven Gitarrenbox und verwende dafür ein richtiges Lautsprecherkabel. CHUCK liefert ungefähr:

  • 25 Watt an 4 Ohm
  • 12,5 Watt an 8 Ohm
  • 6,25 Watt an 16 Ohm

Die Gesamtimpedanz darf nicht unter 4 Ohm liegen. Da eine echte Gitarrenbox verwendet wird, wird die IR normalerweise deaktiviert.

Direkt an eine PA oder ein Mischpult

Verbinde OUT 1 oder OUT 2 mit einem Line-Eingang des Mischpults. Für längere Kabelwege empfiehlt sich die symmetrische XLR-Verbindung.

Für einen fertigen Gitarrensound sollten IR und AMP-Simulation für den verwendeten Ausgang aktiviert sein. Die IR bildet den Klang einer mikrofonierten Lautsprecherbox nach. Beginne mit niedrigem Ausgangspegel und passe ihn anschließend am CHUCK und am Mischpult an. Falls eine Brummschleife entsteht, kann der GND-LIFT-Schalter für die XLR-Ausgänge helfen. Der SPEAKER-Ausgang darf nicht direkt mit einem normalen Mischpulteingang verbunden werden.

An eine aktive FRFR-Box

Eine aktive FRFR-Box besitzt bereits eine eigene Endstufe. Verbinde sie deshalb mit OUT 1 oder OUT 2 – nicht mit dem SPEAKER-Ausgang. Da ein Full-Range-Lautsprecher den Klang einer Gitarrenbox nicht selbst erzeugt, sollten IR und AMP-Simulation in der Regel aktiviert werden.

An den Eingang eines Gitarrenverstärkers

Du kannst OUT 1 oder OUT 2 mit dem normalen Gitarreneingang eines Verstärkers verbinden. Dabei durchläuft das Signal zusätzlich dessen Vorstufe und Klangregelung. Empfohlener Ausgangspunkt:

  • Verstärker auf einen möglichst cleanen Kanal stellen.
  • Gain zunächst niedrig einstellen.
  • IR im CHUCK deaktivieren.
  • AMP-Simulation zunächst deaktivieren.
  • Ausgangspegel am CHUCK niedrig beginnen.
  • Klangregelung des Verstärkers möglichst neutral einstellen.

In diesem Aufbau prägen beide Vorstufen den Klang. Das Ergebnis wird deshalb stärker vom angeschlossenen Verstärker beeinflusst als beim Anschluss an dessen FX Return.

An den FX Return oder Power Amp In

Besitzt der Gitarrenverstärker einen FX Return oder Power Amp In, kann dessen Vorstufe umgangen werden. Verbinde OUT 1 oder OUT 2 von CHUCK mit diesem Eingang. CHUCK übernimmt dann Vorverstärkung und Klanggestaltung; der andere Verstärker arbeitet im Wesentlichen nur noch als Endstufe. Bei Verwendung einer normalen Gitarrenbox gilt als Ausgangspunkt:

  • IR deaktivieren.
  • AMP-Simulation zunächst deaktivieren.
  • Ausgangspegel niedrig einstellen.
  • Lautstärke anschließend langsam erhöhen.

Ob die AMP-Simulation klanglich sinnvoll ist, hängt vom verwendeten Verstärker und dem gewünschten Sound ab. Die IR sollte vor einer echten Gitarrenbox normalerweise ausgeschaltet bleiben.

An eine externe Endstufe

Verbinde OUT 1 oder OUT 2 mit dem Line-Eingang der Endstufe. Die Lautsprecherbox wird anschließend an die externe Endstufe angeschlossen. Für eine Endstufe mit klassischer Gitarrenbox werden IR und AMP-Simulation normalerweise deaktiviert. Treibt die Endstufe ein neutrales Full-Range-System an, können beide Funktionen aktiviert bleiben. Verwende niemals den SPEAKER-Ausgang von CHUCK als Eingangssignal für eine normale Endstufe.

An ein Audio-Interface

Für analoge Aufnahmen verbindest du OUT 1 oder OUT 2 mit einem Line-Eingang des Audio-Interfaces. Alternativ kann CHUCK über USB direkt als Audio-Interface eingesetzt werden. Für ein direkt verwendbares Gitarrensignal sollten IR und AMP-Simulation aktiviert sein. Wenn Lautsprecher- oder Verstärkersimulation später in der DAW erfolgen sollen, können die entsprechenden Funktionen deaktiviert werden.

Zwei Ausgänge gleichzeitig verwenden

OUT 1 und OUT 2 liefern dasselbe Monosignal, können aber unterschiedlich konfiguriert werden. So kann beispielsweise OUT 1 mit IR und AMP-Simulation zur PA führen, während OUT 2 ohne IR und AMP-Simulation eine externe Gitarrenendstufe speist. Die Ausgangseinstellungen sind global und gelten für alle Presets.

⚠️ Wichtige Sicherheitsregel: Der SPEAKER-Ausgang ist ein Leistungsausgang. Er darf nicht direkt mit folgenden Anschlüssen verbunden werden: Gitarreneingang eines Verstärkers, FX Return oder Power Amp In, Line-Eingang, Mischpult, Audio-Interface, aktive Lautsprecherbox. Für diese Verbindungen werden OUT 1 oder OUT 2 verwendet. Eine Ausnahme bilden ausdrücklich für Lautsprecherpegel geeignete DI-Boxen oder Loadboxen. Diese müssen für die auftretende Leistung vorgesehen und nach Herstellerangabe angeschlossen sein.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Passive Box: SPEAKER verwenden.
  • PA, aktive Box oder Endstufe: OUT 1 oder OUT 2 verwenden.
  • Vor einer echten Gitarrenbox die IR normalerweise ausschalten.
  • Für PA und Full-Range-Systeme die IR normalerweise einschalten.
  • Alle Lautstärken zunächst niedrig einstellen.
  • Den SPEAKER-Ausgang niemals an einen normalen Audioeingang anschließen.