Kurz erklärt: Der zentrale Signalweg von CHUCK hat eine gemessene Latenz von nur 0,86 Millisekunden. Auch mit zusätzlichen Funktionen bleibt die Gesamtverzögerung ausgesprochen niedrig. Das Ergebnis ist ein direktes, verbundenes und natürliches Spielgefühl.
Gemessene interne Latenzen
- Core Signal Path: 0,86 ms
- IR Loader: zusätzlich 0,21 ms
- Wah: zusätzlich 0,08 ms
Daraus ergeben sich folgende Gesamtlatenzen:
- Zentraler Signalweg: 0,86 ms
- Mit Wah: 0,94 ms
- Mit IR Loader: 1,07 ms
Mit Wah und IR Loader liegt die rechnerische interne Gesamtlatenz bei rund 1,15 Millisekunden.
Was bedeutet Latenz?
Latenz ist die Zeit zwischen dem Eingang und der Ausgabe eines Signals: Du spielst einen Ton auf der Gitarre, CHUCK verarbeitet ihn und gibt das bearbeitete Signal anschließend aus.
Digitale Audiosysteme benötigen für Wandlung und Verarbeitung eine gewisse Zeit. Entscheidend ist, dass diese Verzögerung so kurz bleibt, dass das Instrument weiterhin unmittelbar auf das Spiel reagiert.
Wie kurz sind 0,86 Millisekunden?
Schall legt in 0,86 Millisekunden ungefähr 30 Zentimeter zurück. Die Grundlatenz von CHUCK entspricht damit etwa dem Unterschied, ob du 30 Zentimeter näher an oder weiter von deiner Lautsprecherbox entfernt stehst.
Zum Vergleich: Bei einem Abstand von drei Metern benötigt der Schall ungefähr neun Millisekunden, um von der Box bis zu deinen Ohren zu gelangen. Die interne Verzögerung von CHUCK ist gegenüber solchen normalen akustischen Laufzeiten sehr klein.
FX Loop und externe Effektgeräte
Der FX Loop selbst fügt dem internen Signalweg von CHUCK praktisch keine relevante Verzögerung hinzu. Die tatsächliche Gesamtlatenz hängt vom angeschlossenen Effektgerät ab. Sie ist deshalb nicht Bestandteil der Latenzangabe von CHUCK.
Einfluss von Wah und IR Loader
Das Wah erhöht die Latenz um 0,08 Millisekunden. Zusammen mit dem zentralen Signalweg ergibt sich eine Gesamtlatenz von ungefähr 0,94 Millisekunden.
Der IR Loader fügt 0,21 Millisekunden hinzu. Die Gesamtlatenz beträgt mit aktiviertem IR Loader ungefähr 1,07 Millisekunden. Damit ermöglicht CHUCK eine Lautsprechersimulation, ohne dass sich das Spielgefühl merklich vom Instrument löst.
Latenz bei USB-Aufnahmen
Die gemessenen Werte beschreiben die interne Signalverarbeitung von CHUCK. Beim Monitoring über einen Computer kommen weitere Verzögerungen hinzu, beispielsweise durch USB-Übertragung, Audiotreiber, Ein- und Ausgangspuffer, die verwendete DAW, Software-Plug-ins und die Leistung des Computers.
Wenn sich das Monitoring über eine DAW verzögert anfühlt, entsteht die Verzögerung meist aus dem Zusammenspiel von Audiotreiber, Puffergröße und den verwendeten Plug-ins. Besonders Plug-ins mit Look-ahead, Oversampling oder aufwendiger Signalverarbeitung können zusätzliche Latenz verursachen.
Tipps für eine geringe USB-Latenz:
- Unter Windows den vorgesehenen ASIO-Treiber verwenden.
- Zunächst eine Puffergröße von 64 oder 128 Samples wählen.
- Plug-ins mit hoher Latenz während der Aufnahme deaktivieren.
- Nach Möglichkeit direktes Monitoring verwenden.
- Den Puffer erst erhöhen, wenn Aussetzer oder Knackgeräusche auftreten.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Core Signal Path: 0,86 ms
- Wah: zusätzlich 0,08 ms
- IR Loader: zusätzlich 0,21 ms
- Wah und IR Loader zusammen: rund 1,15 ms
- Externe Geräte und Computer können zusätzliche Latenz verursachen.
- CHUCK bleibt dadurch unmittelbar in der Ansprache – für ein direktes, verbundenes und natürliches Spielgefühl.